Einsätze

Unsere Einsatzabteilung

In einer Ortschaft wie Gerterode mit einer Einwohnerzahl von ca. 300 Personen kommt es, St. Florian sei Dank, nicht zu sehr vielen Einsätzen. Um so mehr sind wir stolz, dass sich unter den 82 Mitgliedern der Wehr immerhin 3 Kameradinnen und 26 Kameraden dazu bereit erklären, als aktive Mitglieder den Brandschutz in unserem Ort zu gewährleisten. Und da schließlich niemand weiß, wann uns der „Rote Hahn“ wieder einmal heimsuchen wird, halten wir uns mit einer Vielzahl von Ausbildungsveranstaltungen für einen evtl. Ernstfall bereit. Diese Bereitschaft ist es auch, die den Einwohnern von Gerterode die Gewissheit gibt, dass der Leitspruch:

„Wo Andere rausrennen, rennen wir rein“
hier nicht zu einer leeren Worthülse verkommt.

 

Bedeutende Einsätze in den letzten Jahren:

Der Fahrzeugbrand auf der L 3254 zwischen Gerterode und Tann:
Doch auch die größte Einsatzbereitschaft stößt irgendwann an ihre Grenzen. Und so mussten einige Kameraden fast hilflos mit ansehen, wie ein junger Mann durch einen Verkehrsunfall zu Tode kam. Dabei prallte ein Pkw wenige Meter außerhalb der Ortslage gegen ein Durchlassrohr. Der Beifahrer wurde durch den Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert und überlebte. Der Fahrer wurde jedoch eingeklemmt und konnte sich nicht mehr aus dem in Brand geratenen Fahrzeug befreien. Da der Unfall beobachtet wurde, waren auch sofort Kameraden unserer Wehr am Unfallort um zu helfen. Da wir aber nicht über ein wassertragendes Einsatzfahrzeug verfügen, versuchten die Kameraden mit einem guten Duzend Feuerlöscher den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die hohen Temperaturen und der Wind sorgten jedoch dafür, dass der Brand immer aufs Neue entfacht wurde. Bis das brennende Fahrzeug schließlich mit Unterstützung der Nachbarwehren gelöscht wurde, konnte der Fahrer nur noch tot geborgen werden.

Der Wohnungsbrand eines Wehrkameraden:
Wenige Zeit später wurden wir dann in den Morgenstunden erneut zum Einsatz gerufen. In dem Haus eines unserer Kameraden war ein Feuer ausgebrochen. Bei dem Versuch das Feuer noch unter Kontrolle zu bringen, zog sich der Kamerad lebensgefährliche Verletzungen zu, denen er wenige Tage später in einer Klinik erlag. Für Angehörige größerer Wehren mögen solche Unglücksfälle vielleicht leider schon zum Alltagsgeschäft gehören, denen sie mit einer gewissen Routine und Abgestumpftheit begegnen. Bei uns wurde jedoch Einigen wieder schlagartig bewusst, wie schnell und brutal ein Menschenleben ausgelöscht werden kann und wie wichtig es deshalb ist, die Ausbildung auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.

Für das vergangene Jahr blieben unserer Wehr solche einschneidenden Ereignisse glücklicherweise erspart.

Unsere Einsätze im Jahr 2000:

Die brennende Autogarage:
In den frühen Abendstunden des 17.02.00 brach in einer Garage unseres Ortes Feuer aus. In der Doppelgarage war zu dieser Zeit der Pkw der Familie abgestellt. Dadurch bestand Explosionsgefahr. Da sich die Garage in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses befand, musste zusätzlich ein Übergreifen des Brandes verhindert werden.
Durch Anwohner wurde das Feuer jedoch frühzeitig bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit waren 14 Kameradinnen und Kameraden zur Stelle. Da sich das Gerätehaus unweit des Brandobjektes befand, konnten die Löscharbeiten ohne weitere Verzögerungen begonnen werden. Durch diese günstigen Umstände gelang es, das gefährdete Fahrzeug rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Das anschließende Ablöschen des Brandherdes stellte kein großes Problem mehr dar. Dadurch konnte der entstandene Sachschaden möglichst gering gehalten werden.

Eine vermisste Person:
Am 31.07.00 wurde aus dem Seniorenheim Reilos eine Person vermisst. Die ältere Dame machte einen verwirrten Eindruck und war in den frühen Abendstunden aus dem Heim verschwunden. Nach mehreren Stunden erfolgloser Suche durch das Personal und die Polizei wurden um 1.10 Uhr dann die Feuerwehr alarmiert. Trotz der nächtlichen Zeit folgten 11 Kameradinnen und Kameraden dem Ruf der Sirene. Nach Erkenntnissen der Einsatzleitung bestand die Vermutung, dass sich die Frau in einem Waldstück zwischen Rohrbach und dem Bad Hersfelder Stadtteil Tageberg aufhalten sollte. Daraufhin begann eine groß angelegte Absuche des Walstückes unter Mitwirkung von Feuerwehr, Rettungshundestaffel und Polizei. Nach 4-stündigem Einsatz musste die Suche jedoch in den frühen Morgenstunden erfolglos abgebrochen werden.
Wenig später wurde die völlig verwirrte Frau dann von einer Friedloser Anwohnerin in einem Feld sitzend angetroffen.
Sie konnte dem Seniorenheim anschließend unversehrt wieder zugeführt werden.

Dass eine gute Ausbildung aber nicht nur als Vorbereitung für den Einsatz und Dienst am Nächsten verstanden werden muss, zeigen unsere anderen Aktivitäten. Seit Jahren nehmen wir mit einer stattlichen Anzahl der aktiven Mitglieder an Feuerwehrwettkämpfen teil, um uns mit anderen Wehren im sportlichen Wettstreit zu messen. Nicht unerwähnt soll an der Stelle bereits bleiben, dass uns bei diesen Wettkämpfen schon der eine oder andere Erfolg vergönnt war.

Ihre Einsatzabteilung